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Epiktet

Ein Philosoph, der Freiheit nicht als Macht über die Welt verstand, sondern als Fähigkeit, sich selbst zu führen.

Leben

Epiktet wurde wahrscheinlich in den 50er-Jahren n. Chr. in Hierapolis in Kleinasien geboren. Einen Teil seines Lebens verbrachte er als Sklave des Epaphroditos in Rom. Er studierte beim stoischen Philosophen Musonius Rufus, wurde später freigelassen und begann selbst zu lehren.

Unter Kaiser Domitian mussten Philosophen Rom verlassen. Epiktet ging nach Nikopolis im heutigen Nordwesten Griechenlands und gründete dort eine Schule. Er lehrte bis ins hohe Alter und starb wahrscheinlich um 135 n. Chr.

Wie entstand das Handbuch?

Epiktet hinterliess wahrscheinlich keine eigenen philosophischen Bücher. Sein Schüler Arrian von Nikomedia schrieb seine Lehrgespräche auf. Daraus entstanden die Diatriben (Lehrgespräche). Das kürzere Encheiridion – wörtlich ungefähr «das, was man zur Hand hat» – ist eine konzentrierte Auswahl aus diesen Lehren.

Was wollte Epiktet erreichen?

Philosophie war für ihn keine Sammlung schöner Zitate. Sie sollte das Verhalten verändern. Im Mittelpunkt stehen Integrität, Selbstführung und die Unterscheidung zwischen Dingen, die von uns abhängen, und Dingen, die ausserhalb unserer Kontrolle liegen.

Hinweis zu dieser Ausgabe

Diese Website ist eine moderne, frei formulierte deutschsprachige Bearbeitung. Sie soll Epiktets Gedanken verständlich vermitteln und ist keine wissenschaftliche oder wortgetreue Übersetzung einer bestimmten modernen Ausgabe.

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